Geldsegen für Ravensburg: Bund fördert Neugestaltung von Bahnhofsareal und Schussenufer

Veröffentlicht am 19.11.2020 in Bundespolitik
 

Beim Vor-Ort-Termin an der Schussen beim Bahnhof in Ravensburg

"Das sind großartige Nachrichten für Ravensburg", so der für den Wahlkreis Ravensburg zuständige SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Gerster. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags, dessen stellvertretender Vorsitzender Gerster seit diesem Jahr ist, hat heute die Förderung des Modellprojekts im Sanierungsgebiet „An der Schussen“ mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen“ beschlossen.

Diese Förderung ermöglicht eine deutliche Aufwertung des Bahnhofsareals mitten in Ravensburg. Wenn aus einem – ohnehin kaum genutzten – Parkplatz ein attraktives und naturnahes Erholungsgebiet in Innenstadtnähe wird, dann ist das ein starkes Zeichen für eine moderne und lebenswerte Stadt. Das kommt allen Ravensburgerinnen und Ravensburgern zugute“, so Gerster. Der SPD-Abgeordnete lobt ausdrücklich die gute Zusammenarbeit für das Projekt und die Region mit dem CDU-Kollegen Axel Müller, der Stadt Ravensburg und der SPD-Stadträtin Heike Engelhardt, die ihn auf das Projekt aufmerksam gemacht hatte. Gemeinsam mit Engelhardt hatte sich Gerster im September 2020 einen Eindruck von dem Projekt verschafft. Baubürgermeister Dirk Bastin hatte vor Ort über Stand und Details der Planungen informiert. „Die Verbindung von Natur- und Klimaschutz mit innerstädtischer Aufwertung zu einem lebenswerten Erholungsraum für die Bürgerinnen und Bürger zeugt von einer hohen Qualität des Vorhabens. Ich habe mich sehr gern im Haushaltsausschuss dafür eingesetzt, dass der Bund nun die benötigten Fördermittel bereitstellt“, so der SPD-Politiker. Auch Heike Engelhardt zeigt sich erfreut: „Ravensburg erhält hier die Möglichkeit, eine Brache modern, naturnah, offen und attraktiv für die Menschen hier in Ravensburg umzugestalten. Das  Engagement der Stadt und die Unterstützung im Bund durch Martin Gerster haben sich voll ausgezahlt.“ Das Areal liegt in Innenstadtlage zwischen der Schussen und den Bahnanlagen. Auf dem Gelände, das früher von der Maschinenfabrik Escher Wyss & Cie als Verkehrsdrehscheibe genutzt wurde, befinden sich heute Parkplätze und wenig ansprechender Wildwuchs. Das soll sich ändern: Geplant ist ein attraktives Naherholungsgebiet, das zentral gelegen und sowohl für die Ravensburgerinnen und Ravensburger als auch für Reisende im Bahnhofsumfeld gut einsehbar und fußläufig erreichbar ist. Dafür soll ein neuer Flusspark entlang der Schussen angelegt werden. Die bisher steilen Böschungsverläufe des Flusses werden eingeebnet und einladende Wiesen, Fußgängerwege und ein Radweg angelegt. Weitere gartenbauliche Elemente werten das Gelände zu einem vielseitig nutzbaren und attraktiven Park mit Bereichen für Spiel, Sport und Erholung auf. Zusätzlich werden Verbesserungen in den Bereichen Umwelt- und Hochwasserschutz erzielt. Das Areal kann künftig mehr Raum bieten für regionalbedeutsame Tier- und Pflanzenarten und durch Flächenentsiegelung der sommerlichen Aufheizung entgegenwirken. Die Schussen wird künftig nicht mehr in einem künstlichen, geraden Flussbett fließen, sondern in einem weiten Bett mit einem Seitenarm strömen. Neu angelegte Versickerungsflächen und ein natürlicher Wall schützen vor Hochwasser. Dazu Gerster: „Die Schussen war für die Industrialisierung in Ravensburg und Umgebung von zentraler Bedeutung. Heute ist diese frühere Lebensader im Stadtbild kaum noch wahrnehmbar. Ich freue mich sehr, dass mit diesem Zuschuss ein so hochwertiges Projekt in Ravensburg umgesetzt werden kann, das die Schussen wieder sicht- und erlebbar macht, einen Beitrag für den Natur- und Klimaschutz leistet und die Stadt noch lebenswerter macht. Seit 2011 fördert das Bundesumweltministerium im Rahmen der „Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS)“ lokale und regionale Projekte, die Antworten auf die Folgen der Erderwärmung liefern und die Anpassung an den Klimawandel unterstützen. Mit diesem Sonderprogramm werden Maßnahmen zur klimagerechten Anpassung von urbanen Park- und Grünanlagen gefördert, die zur CO2-Minderung und Verbesserung des Klimas beitragen.

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