Wangen: Wechsel an der Spitze des Ortsvereins

Veröffentlicht am 06.06.2022 in Presse im Wahlkreis

von Susi Weber, Schwäbische Zeitung

Wangener SPD wird künftig von junger Doppelspitze geführt

Von Susi Weber, Schwäbische Zeitung Wangen, 03.06.2022

Zurück in die zweite Reihe. Diese selbst gewählte Devise gilt ab sofort für Martin Schmitt. Der einstige SPD-Ortsvereinsvorsitzende ist nach der Versammlung im Weberzunfthaus am Montagabend „nur“ noch Kassier. Den Vortritt ließ er einer Riege an jungen Leuten, die die kommenden beiden Jahre die SPD Wangen führen werden. Erste Gedanken machte sich die SPD auch bereits zu den Kommunalwahlen 2024, für die möglichst bis Ende des kommenden Jahres eine Liste stehen soll. Deshalb zog sich der bisherige Vorsitzende zurück „Mein Hauptanliegen in Bezug auf den Ortsverein und vor allem dessen Zukunft war und ist die Verjüngung und eine bessere Balance des Geschlechterverhältnisses“, tat Schmitt bereits im Vorfeld der Wahlen kund.

Die Verjüngung ist geglückt. Denn mit Franziska Schließer und Matthias Hermann ist eine neue Doppelspitze gekürt. Ergänzt wird sie von Michael Shields als stellvertretendem Vorsitzenden und Linus Schlüter als Schriftführer. 

Martin Schmitt, bisheriger Vorsitzender SPD Wangen
Unterschrift

Martin Schmitt, in mehreren Positionen seit 2017 im Ortsverein und Kreisverband aktiv, wird künftig die Finanzen führen und das junge Quartett, das in den Jahren 2021 und 2022 zur SPD gekommen ist, unterstützen.

Das sind die „Neuen“ in der Wangener SPD

Doch wer sind die „Neuen“, die schließlich mit jeweils 16 Stimmen einstimmig gewählt wurden?

Franziska Schließer, 29, ist nach Ausbildung, Studium und Auslandsaufenthalten wieder zurück in Wangen, arbeitet als Marketingmanagerin und möchte sich für die Themen Soziale Teilhabe (besonders von Kindern und Jugendlichen), Gleichstellung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und eine friedliche, respektvolle und tolerante Gesellschaft starkmachen.

Informatiker Matthias Hermann, 33, ist der Meinung, dass für Klimawandel und Veränderungen am Arbeitsmarkt eine funktionierende Gesellschaft und damit eine gesunde Sozialdemokratie gebraucht werden: „Nach meinem Umzug zurück nach Wangen möchte ich mich hier besonders für die Themen Jugendkultur, Festivitäten und Verbesserungen im Bereich Energie und Mobilität engagieren.“

Der ursprünglich aus Großbritannien stammende Michael Shields, 33, arbeitet seit 2013 in Wangen und macht derzeit eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Zu seinen Schwerpunkten zählt er die Verkehrssituation in der Wangener Altstadt und die Zukunft von bezahlbaren Wohnungen für junge Leute und Familien.

Gymnasiast Linus Schlüter (18) ist der Jüngste im Bunde, konnte krankheitsbedingt aber an der Sitzung nicht teilnehmen.

Der Vorstand wird durch diese Beisitzer ergänzt

Ergänzt wird der Vorstand künftig von den Beisitzern Alwin Burth, Burhan Cabak, Gerhard Lang, Josef Netzer, Jürgen Rölli, Manfred Rupp und Ralf Todesko.

Durch den Eintritt jüngerer Mitglieder konnte der Altersschnitt laut Schmitt auf 61,9 Jahre gesenkt werden.
Schmitt war es auch, der auf die vergangenen beiden Jahre zurückblickte: „Wir hatten viele Gedanken im Kopf. Doch dann kam Corona. Da ging nicht mehr viel.“
Bei der Bundestagswahl erzielte die SPD gegenüber der letzten Wahl in Wangen einen Zuwachs um sechs auf nunmehr 20,5 Prozent – und im Wahlkreis den Einzug von Heike Engelhardt in den Bundestag als erster Kandidatin nach Rudolf Bindig (1976 bis 2005). „Es ist relativ wenig passiert“, sagte Siegbert Schlor bei seinem letzten Kassenbericht zu den Bewegungen bei den Finanzen. Schlor wird künftig gemeinsam mit Angelika Rupp als Revisor fungieren.

Kommunalwahlen 2024 rücken bereits in den Blick

„Kümmert euch schon in den nächsten Wochen und Monaten um eure Inhalte für eure Stadt und die nächste Umgebung“, empfahl Ulrich Möhrle, Geschäftsführer des SPD-Regionalzentrums Biberach mit Blick auf die Gemeinderats- und Kreistagswahl 2024. Die thematischen Vorüberlegungen seien wichtig, um entsprechend Personen ansprechen zu können. SPD-Gemeinderatsfraktionsvorsitzender Alwin Burth bestätigte, dass es schwer sei, die Listen vollzubekommen – vor allem für die Wangener Ortschaften. „Kommt auf die Fraktion und mich zu“, bat er den neuen Vorstand. Ziel sei es, so Burth, die Kandidatenlisten „bis Ende 23 weitgehend fertig zu haben“.

Viel Zeit nahm sich die SPD für die Diskussion um die Krankenhäuser im Landkreis, für deren Erhalt und dezentrale Struktur sich SPD-Kreistagsmitglied Gerhard Lang am Vorabend der Kreistags-Entscheidung klar bekannte.

(swe)

 

 

 

 

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