Kißlegg – Die SPD schickt für den Wahlkreis 68 Peter Clément ins Rennen. Der Allgemeinmediziner aus Isny wurde am Dienstag in Kißlegg zum Wahlkreiskandidaten gewählt. Zum Ersatzkandidaten kürten die Sozialdemokraten Otto Ziegler aus Isny.
Kißlegg – Die SPD schickt für den Wahlkreis 68 Peter Clément ins Rennen. Der Allgemeinmediziner aus Isny wurde am Dienstag in Kißlegg zum Wahlkreiskandidaten gewählt. Zum Ersatzkandidaten kürten die Sozialdemokraten Otto Ziegler aus Isny.
In der vom Biberacher SPD-Kreisvorsitzenden Martin Gerster MdB geleiteten Sitzung erhielt Peter Clément 33 von 35 Stimmen, zwei Wahlberechtigte enthielten sich.
Clément ist 58 Jahre alt und als niedergelassener Allgemeinarzt in Isny tätig. Seit 1999 ist der Vater von fünf Kindern Mitglied des Isnyer Gemeinderates und des Kreistages. Dort hat er sich als Experte für Krankenhauspolitik einen Namen gemacht. Der von Willy Brand geprägte Sozialdemokrat erklärte: „In diesem Land stinkt es. Die Regierungsparteien haben abgewirtschaftet. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Herausforderungen von Zukunft und Gegenwart von dieser Regierung nicht mehr gestemmt werden können.“ Zur aktuellen Debatte um Stuttgart 21 meinte Clément, dass eine Investition in eine moderne Verkehrsinfrastruktur sinnvoll und notwendig sei. „Aber ich halte es für undenkbar, dass man mit Polizeigewalt einen Bahnhof bauen will. Das ist völlig absurd.“
Ersatzkandidat im Landtagswahlkreis 68 ist der SPD-Kreisvorsitzende Otto Ziegler. Der Sozialdiakon aus Isny ist freigestellter Betriebsratsvorsitzender beim Stephanuswerk. „Gerecht geht anders“, sagte Ziegler in seiner Bewerbungsrede und unterstrich damit sein Ziel, für mehr Chancengerechtigkeit in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu kämpfen. Ziegler erhält 32 von 34 abgegeben Stimmen.
Der Kißlegger Bürgermeister Dieter Krattenmacher meinte in seinem Grußwort, dass er besonders gerne mit der SPD im Kißlegger Gemeinderat zusammenarbeite. „Danke schön, dass Sie sich in einer Partei und dass Sie sich in der SPD engagieren. Das sage ich auch als jemand, der eher einer konservativen Partei nahesteht“, erklärte Krattenmacher. Er sehe, wie die SPD in den letzten Jahren einen Erneuerungsprozess durchmacht. „Bitte machen Sie so weiter.“
Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Norbert Zeller aus Friedrichshafen berichtete von aktuellen Weichenstellungen der Sozialdemokratie in der Bildungspolitik: „Wir wollen die Schule im Dorf lassen. Das ist für die Region um Wangen sehr wichtig. Hier werden sonst die Schulen Schritt für Schritt dicht gemacht. Deshalb haben wir Konzepte entwickelt, um diese Struktur zu erhalten.“
Bild: Schwäbische Zeitung vom 6.10.2010
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