150-jährigen Parteijubiläum

Veröffentlicht am 04.06.2013 in Kreisverband

Weingarten (cm/red) – Ein Rückblick mit Blick in die Zukunft: Anlässlich des 150-jährigen Parteijubiläums hat sich der SPD-Kreisverband Ravensburg im Weingartener Kornhaus zusammengefunden. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war die Rede des Ravensburger Bundestagskandidaten Hannes Munzinger, in der er seine Motivation erläuterte, für die älteste Partei Deutschlands zu kämpfen.

Als Kanzler Gerhard Schröder 2003 in einer Fernsehansprache erklärte, nicht gegen den Irak in den Krieg zu ziehen, war das für Munzinger „ein persönliches Erlebnis, ein Moment […] in dem klar wurde: Das ist die richtige Seite für mich, das sind die richtigen Persönlichkeiten für mich, das sind die richtigen Grundwerte für mich, da will ich rein“. Heute ist der 24-Jährige der jüngste SPD-Bundestagskandidat in Baden-Württemberg. In seiner Rede griff Munzinger die verantwortungsbewusste Rolle der Sozialdemokraten in der Weimarer Republik auf und erinnerte an den ersten württembergischen Staatspräsidenten Wilhelm Blos und natürlich den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Reichstag Otto Wels. Aber auch weiter zurück in der Geschichte der Partei finde sich beeindruckendes und motivierendes. Die Aktualität der Gedanken des SPD-Gründungsvaters Ferdinand Lassalle machte er an dessen Satz deutlich „Alle große politische Aktion besteht in dem Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit“. Dies müsse man sich gerade im Hinblick auf die Folgen der Sparmaßnahmen in den europäischen Südstaaten immer wieder ins Gedächtnis rufen. Bundeskanzlerin Merkel warf er vor, zu aktuellen Themen „nicht einmal Position zu beziehen“ oder „Standpunkte, die sie einmal hatte, wieder aufzugeben“. In Hinblick auf die Bundestagswahl und den Kanzlerkandidaten Steinbrück sagte Munzinger: „Wir wollen in diesem Jahr erreichen, dass die verfassungsmäßige Idee der Richtlinienkompetenz wieder Einzug im Kanzleramt erhält.“

 

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