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Der „Serpentinenweg“ zur Veitsburg - verschlungene Wege in Zeiten der Haushaltskonsolidierung

Veröffentlicht am 01.08.2015 in Gemeinderatsfraktion

Der 1. Bauabschnitt des Serpentinenwegs zur Veitsburg (vom Philosophenweg zur Veitsburg) ist fertig, der 2. Bauabschnitt (vom Mehlsack zum Philosophenweg) steht an. Ob das bisher Gestaltete eine optische und ökologische Verbesserung darstellt, mag dahin gestellt bleiben. Es wird ja über kurz oder lang wieder etwas nachwachsen. Zunächst einmal wirkt der Hang aber kahl und leer. Und ob die aufgewendeten Mittel für diese Maßnahme sinnvoll eingesetzt sind, ist in der Bevölkerung durchaus und mit Recht umstritten. So waren doch für den 1. Bauabschnitt im städtischen Haushalt 345.000  Euro eingeplant. Viel Geld für eine Maßnahme, deren Sinn unten noch zu erörtern sein wird. Da mag es auch nicht sonderlich trösten, dass hiervon 200.000 Euro Zuschüsse von Bund und Land geleistet werden. Für den 2. Bauabschnitt sind 315.000 Euro eingeplant, davon 180.000 Euro Zuschüsse.

Ja, angesichts dieser Zahlen muss man sich als Mitglied des Gemeinderats schon die Frage gefallen lassen, ob diese Gelder sinnvoll eingesetzt sind. Zur Beantwortung dieser Frage zieht man dann am Besten den „Vorher-Nachher-Vergleich“ heran. Vorher hatten/haben wir Treppen vom Mehlsack bis zur Veitsburg, wobei der obere Teil recht steil ist und auch einigermaßen sportliche Menschen in Atemnot bringt. Künftig haben wir bzw. werden wir haben einen stufenlosen Serpentinenweg. Argumentiert wurde und wird von den Befürwortern, dass dies all denjenigen, die die Treppen bisher nicht nutzen konnten, die Möglichkeit verschafft, zur Veitsburg zu gelangen, also Behinderten im Rollstuhl oder körperlich eingeschränkten Personen  mit Rollator oder Menschen, die Kinderwagen schieben. Das mag wohl sein, doch bezweifle ich ernsthaft, dass diese Personengruppe den künftigen Serpentinenweg überhaupt nutzen wird. In aller Regel lassen sich nämlich diese Menschen mit dem Auto zur Veitsburg fahren oder nutzen auch zu Fuß den Gehweg entlang der Straße. Ich glaube nicht, dass daher die Frequenz auf dem Serpentinenweg höher ausfallen wird. Und damit stellt sich tatsächlich die Frage der Wirtschaftlichkeit. Denn als Abfahrtsstrecke für Skate-Boarder und Mountain-Biker ist der neue Weg dann doch zu teuer

Ich räume ein, dass ich diese Frage zu spät stelle. Denn weder ich noch sonst ein Gemeinderatsmitglied hat im Rahmen der Haushaltsberatungen 2013 und 2014 die Maßnahme kritisch hinterfragt. Und in den Beratungen des Ausschusses für Umwelt und Technik wurden die Sachbeschlüsse zum „Wegekonzept Grünraum Veitsburg“ am 23.01.2013 zum 1. Bauabschnitt am 19.02.2014 und zum 2. Bauabschnitt am 26.11.2014 jeweils mit nur einer Gegenstimme abgesegnet. Das bedeutet also, wenn sich jetzt im Gremium die Frage stellt, ob dass alles richtig und sinnvoll ist, dann müssen wir -mich eingeschlossen- einräumen, dass wir nicht richtig aufgepasst haben. In Zeiten der Haushaltskonsolidierung und des WGV-Gewerbesteuerproblems, das ja schon seit Ende 2012 bekannt war, hätten wir diese Maßnahme nicht einfach durchwinken dürfen.

Lernen wir also daraus, denn Haushaltskonsolidierung ist immer!

 

 

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