Unökologisch und ungerecht: SPD will Mülltourismus Einhalt gebieten

Veröffentlicht am 27.03.2021 in Kommunalpolitik
 

Die SPD Ravensburg appelliert, dass auch in Ravensburg in Zukunft der Plastikmüll abgeholt wird (Foto: pixabay)

Pilgern die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Ravensburg weiterhin allwöchentlich mit ihren gelben Säcken durch die Stadt oder fahren sie an die bekannten Sammelstellen, oder wird künftig auch im Kreis Ravensburg so wie im Rest der Republik der Plastikmüll dort abgeholt, wo auch der übrige Müll eingesammelt wird? Vor dieser Frage stehen die Kreistagsmitglieder am kommenden Dienstag. 

Die Ravensburger SPD wendet sich mit einem dringenden Appell an den Kreistag: „Gebieten Sie diesem unökologischen und ungerechten Mülltourismus Einhalt!“ Die Ortsvereins- und Fraktionsvorsitzende Heike Engelhardt schreibt in einer Pressemitteilung: „Selten ist Kreispolitik so sehr mit der Wirkung auf den einzelnen Bürger, die einzelne Bürgerin verbunden, wie die Entscheidung, die am kommenden Dienstag zu fällen ist.“

Die SPD spricht sich deutlich für ein Abholsystem aus. Der Mülltourismus mit dem Auto an die Abholstellen oder direkt zum Entsorger in der Bleicherstraße mute doch „um so grotesker an, als wir gemeindeübergreifend gebetsmühlenhaft betonen, uns für den Klimaschutz einzusetzen“ heißt es in der Pressemitteilung. Nicht zuletzt deshalb vertritt die Sozialdemokratin die Ansicht, dass alle aufgefordert seien, Plastikmüll zu vermeiden und dies bereits beim Einkaufsverhalten zu bedenken. Wo er aber anfalle, wolle die überwiegende Mehrheit der Bürger*innen im Kreis Ravensburg, dass auch ihr Müll aus Plastik abgeholt wird. Nicht nur aus Bequemlichkeit oder weil sie dessen Abholung über den Grünen Punkt mitfinanzierten aber vor allem weil sie es für gut, sinnvoll, klimafreundlich, behindertenfreundlich, senior*innenfreundlich empfänden und auch gerecht gegenüber denjenigen, die kein Auto haben.

Nicht nachvollziehen können die Ravensburger Sozialdemokrat*innen, dass durch das Bringesystem weniger Plastikmüll produziert werde: „Dann hätten wir in den zurückliegenden Jahren schon ein deutlich niedrigeres Plastikmüllaufkommen als alle anderen Landkreise verzeichnen müssen“, betont Heike Engelhardt.
Die Kommunalpolitikerin weiß sich mit ihrer Ansicht in guter Gesellschaft auch mit den Seniorenräten auf Kreis- und Stadtebene sowie mit Vertreter*innen der Behindertenverbände. 

 

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