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Wer hat’s erfunden? – oder: Tatsachen zur Rettung des Kontaktladens

Veröffentlicht am 07.08.2018 in Kommunalpolitik

Ein engagierter Sozialarbeiter und Theologe sowie eine Partei – so stand es zu lesen – habe den Kontaktladen für Drogenabhängige gerettet. Eine ganze Seite 3 war es der Schwäbischen Zeitung wert, über die Heldentaten eines Herrn zu berichten, der alleine zu wissen glaubt, wie soziale Politik, wie Gesellschaft funktioniert.

Die Tatsache, dass dieser Mann die Parteibücher wechselt wie andere Menschen das Unterhemd, dass er Vereinen beitritt, diese zu seinen Zwecken missbraucht und dann schnell wieder austritt um einem Rauswurf zuvorzukommen, hat den eifrigen Redakteur der Heimatzeitung nicht interessiert.

Tatsache ist, dass der Kontaktladen seine Pforten schließen und mit eingeschränktem Angebot eine Zeit lang überbrücken musste, weil das ursprüngliche Finanzierungs- und Organisationskonstrukt nicht mehr funktionierte. Tatsache ist auch, dass viele sozialpolitische Interessierte sich dafür eingesetzt haben, dass der Kontaktladen weiter bestehen kann und im Suchthilfenetzwerk die wichtige Rolle für einen Personenkreis ausübt, der in herkömmlichen Strukturen nicht aufgefacngen wird.

Unzählige Gespräche haben Kommunalpolitikerinnen geführt: mit dem Landratsamt, mit der Stadtverwaltung, mit dem Sozialministerium und mit dem Zentrum für Psychiatrie. Sie haben telefoniert mit der Sozialdezernentin und dem Bürgermeister, Briefe geschrieben an den Landrat und den OB. Der Beirat des ehemaligen Kontaktladens hat verhandelt. Hinter den Kulissen. Ohne viel Aufhebens. Zielorientiert und zum Wohle der Besucherinnen und Besucher des Kontaktladens. Ohne beifallsheischende Auftritte in den sozialen Medien, ohne Fahnen zu schwenken.

Wer hat’s erfunden? Diesmal waren es nicht die Schweizer.

Der Ortsverein bedankt sich bei Gisela Müller und Heike Engelhardt, den SPD-Vertreterinnen im Kreistag und im Gemeinderat

 

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